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"Musik ist das Lebenselixier der rechtsextremistischen Szene", sagt Olaf Vahrenhold vom sächsischen Verfassungsschutz. Knapp 200 Konzerte in Sachsen sind den Ermittlern von 2002 bis 2006 bekannt geworden. (Quelle: N-TV vom 14.2.2008)

Es hat sich gezeigt, dass Verantwortliche der schulischen und außerschulischen Jugendbildung oft verunsichert sind, wenn es um den Umgang mit dem Problem Neonazismus geht.

Die vom Landesjugendpfarramt im Jahr 2001 herausgegebene Arbeitsmappe zum Thema Rechtsextremismus machte konkrete Vorschläge zum Umgang mit rechtsextremem Gedankengut. Wichtig ist jedoch, dass dies von aufklärerischen Maßnahmen begleitet wird. Nötig ist vor allem eine Entzauberung der quasi-heiligen Blut- und Boden-Dogmatik oder der Lehre des naturgegebenen Untermenschentums.

Denn zu beobachten ist: neonazistische Ideologien verweisen auch auf Höheres zur Legitimation: heilige Orte (Wewelsburg), Prozessionen (Heß-Gedenkmarsch) oder Neuheidentum (Kraft germanischer Runen). Dazu kommen klare politische Vorstellungen einer Gesellschaft, die von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Verfolgung gekennzeichnet ist ("deutsche Volksgemeinschaft"). Diese Vorstellungen gehen in Jugendkulturen mit Popästhetik eine unheilvolle Melange ein, die sich all zu leicht in Köpfen von Kindern und Jugendlichen einnistet und denen meist aus Unkenntnis nichts Wirksames entgegengesetzt werden kann.

Das Projekt soll zum einen Verantwortlichen in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit die Möglichkeit geben, sich auf dem Gebiet jugendlicher Symbolwelten fortzubilden und vor allem Anstöße zu erzieherischer Arbeit mit Jugendlichen geben. Zudem werden Jugendliche selbst sensibilisiert. Sie sollen lernen sich kritisch mit Musik und Kultur zu beschäftigen, Kontext und Hintergrund rechter Propaganda zu verstehen und sich mit eigenen Hörgewohnheiten auseinanderzusetzen.

Ein Schwerpunkt der Maßnahme stellt zudem die Auseinandersetzung mit Symboliken dar, die vor allem in der neonazistischen Jugendszene Verwendung findet. Der Zusammenhang von Werten und ihrer Symbolisierung wird in einer für Jugendliche adäquaten interaktiven Weise thematisiert (Einsatz von Musik, Kontexte von Künstlern, Umsetzung in Musikvideos u.a.) und soll zur Mündigkeit Jugendlicher beitragen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den "Schulhof-CDs" der NDP, welche auch an Sachsens Schulen verteilt wurde.

Das Projekt setzt sich in mehrstündigen und ganztägigen Fortbildungsveranstaltungen, die sowohl Seminar- als auch Workshop-Charakter haben, mit den Themen (religiöse) Symbole und weltanschauliche Entsprechungen - fokussiert auf jugendkulturelle Szenen -auseinander. Dabei werden verschiedene Ebenen angesprochen und miteinander in Beziehung gebracht. Gerne unterstützen wir die Teilnehmenden bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung.

Auf Anfrage werden die Veranstaltungen zeitlich (min. 1,5 Stunden) und inhaltlich verändert werden.




 
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